Auszeit am Meer

Heiligendamm, meine Auszeit am Meer!

Im ver­gan­genen Jahr waren wir auf die Hochzeits­feier eines Bekan­nten nach Küh­lungs­born ein­ge­laden. Auf der Rück­tour macht­en wir einen Zwis­chen­stopp in Heili­gen­damm und ich habe mich spon­tan und auf der Stelle in dieses einzi­gar­tige und wun­der­bare Fleckchen Erde ver­liebt. Weiß strahlende Pracht­baut­en, umgeben von sattgrü­nen Wiesen. Die blaue Ost­see ist zum Greifen nah, die Luft vom san­ften Meeres­duft geschwängert. Zur Linken erstreckt sich ein Buchen­wald, zur Recht­en kann man die See­brücke und die mondäne Prom­e­nade erblick­en. Während in Küh­lungs­born die Strandbe­such­er wie Sar­di­nen in der Dose liegen, alles übervölk­ert, laut und eng ist, befinde ich mich hier in ein­er ganz anderen Welt. Trotz Hoch­sai­son ist es ruhig, großzügig, über­sichtlich, beschaulich und fast men­schen­leer. Ich mag keine über­füll­ten Strände, keine lär­mende Strand­bar, Ram­ba-Zam­ba und Ani­ma­tions-Pro­gramme. Ich liebe Orte, die sich ihren ursprünglichen, ganz per­sön­lichen Charme bewahrt haben. Heili­gen­damm gehört für mich defin­i­tiv dazu. Das älteste See­bad hat mich bere­its beim ersten Anblick in seinen Bann gezo­gen. Diesen Zauber wollte auch ich in diesem Jahr wieder spüren, länger, inten­siv­er und am besten mit der ganzen Fam­i­lie in ein­er der schö­nen Res­i­den­zen. Also habe ich, rel­a­tiv kurzfristig, im Grand Hotel Heili­gen­damm eine Suite mit frontal­en Meerblick im Haus Hohen­zollern angemietet.

img_5533-kopie

img_5624

img_5701-kopie

Heiligendamm, meine Auszeit am Meer! (mit kleinen Schwächen)

Unsere Anreise war allerd­ings sehr beschw­er­lich und zeitraubend. Immer wieder Stau und zäh­flüs­siger Verkehr. Dem Hund ging es trotz Res­cue-Tropfen mis­er­abel. Nichts­des­to­trotz wuchs unsere Vor­freude mit jedem Kilo­me­ter, der wir uns der meck­len­bur­gis­chen Ost­seeküste nährten. Endlich, nach neun Stun­den Anreise, standen wir vor dem Haupthaus des Grand Hotels Heili­gen­damm. Der Emp­fang war fre­undlich, zuvork­om­mend und unkom­pliziert. Ein Porti­er in dunkel­blauer Filzkutte eilte geflissentlich zur Fahrertür, über­nahm das Auto und küm­merte sich um das Gepäck. Nun gut, etwas anderes hat­te ich auch nicht erwartet, von einem 5-Sterne-Grand Hotel. Was ich allerd­ings nicht erwartet hat­te, das war der Zus­tand unser­er gebucht­en Suite. Erschreckt stell­ten wir fest, dass der Zus­tand unser­er Suite für ein Haus wie dieses mehr als beden­klich war. Ein alter, sehr fleck­iger Tep­pich­bo­den lud nicht ger­ade zum Ein­treten in den Raum ein. In der Suite sel­ber erwartete uns ein zum Teil kaputtes und unap­peti­tlich­es Interieur, dreck­ige Fen­ster, Spin­nen­weben, eine schmutzige Ter­rasse mit altem Möwen-Vogelschiss, eine vorsint­flut­liche Dusche in einem man­gel­nden Hygiene-Zus­tand mit zum Teil defek­ten Arma­turen, ungepflegten Silikonfu­gen und verkalk­ter Duschbrause. Ok, irgend­wann kommt auch ein Hotel in die Jahre und Gebrauchsspuren wer­den sicht­bar. Aber damit soll­ten auch die ange­priese­nen fünf Sterne in der Beschrei­bung rel­a­tiviert wer­den!

Da ich im Zuge der Reservierung drei Mal mit dem Hotel tele­foniert habe, hätte man mich auf den ren­ovierungs­bedürfti­gen Zus­tand der Suite, die genau meinen Vorstel­lun­gen entsprach (groß, ruhig gele­gen mit Meerblick, ein­er wun­der­schö­nen Ter­rasse mit Zugang zum hau­seige­nen Park für den Hund und abseits gele­gen vom Haupt­ge­bäude) im Haus Hohen­zollern aufmerk­sam machen kön­nen und müssen. So hätte ich mich im Vor­feld darauf ein­stellen kön­nen und selb­st die Entschei­dung getrof­fen, ob ich das alles in Kauf nehmen möchte. Lei­der wurde das alles nicht mit­geteilt und meine Ent­täuschung war mehr als groß. Nein, mit dem Luxus eines 5-Sterne-Haus­es hat das hier nichts zu tun und mit Glam­our schon mal gle­ich gar nichts. In so einem Haus wie diesem sollte alles pico­bel­lo sein, vor allem auch die Sauberkeit und die Hygiene. Nach ein­er stun­den­lan­gen Debat­te mit der Haus­dame, sowie ein­er Rück­sprache mit dem stel­lvertre­tenden Direk­tor, haben wir eine Eini­gung gefun­den und unser Urlaub im ältesten See­bad von Deutsch­land kon­nte nun endlich begin­nen.

img_5699-kopie

Nach der ganzen Aufre­gung wollte ich nur noch die gute Seeluft, das Rauschen der Wellen und die Ruhe genießen. Gemein­sam mit Sir Leopold habe ich am frühen Mor­gen aus­gedehnte Strandspaziergänge unter­nom­men. Das ist für mich Entspan­nung pur und Lab­sal für die geschun­dene Seele.

titelbild-heiligendamm

img_5695-kopie

Mit ein­er Tasse Kaf­fee dem Wellen­spiel lauschen, den Blick ungestört bis zum Hor­i­zont schweifen lassen, den Geschmack salziger Luft auf den Lip­pen spüren, Leopold beim Herum­tollen zuschauen, wie er Löch­er in den Sand bud­delt und sich den Wind um die Schnau­ze wehen lässt.

img_5607-kopie

img_5687-kopie

Ein­fach den Gedanken nach­hän­gen ist Erhol­ung pur und lässt die anfängliche Ent­täuschung verblassen. Gut früh­stück­en, relax­en in der Strand­lounge und danach den Tag mit einem Aus­flug in die wun­der­bare Natur der Buchen­wälder ausklin­gen lassen. Ja, das ist für mich Urlaub. All das kon­nte ich in Heili­gen­damm ungestört, ohne Massen­touris­mus und viel Trubel, genießen.

img_5509-kopie

img_6425-kopie1

Für mich ist Heili­gen­damm das schön­ste Fleckchen Erde an der Ost­see mit einem unver­gle­ich­lichen Reiz. Und darum werde ich wiederkom­men, um auch den Grand­ho­tel Heili­gen­damm eine zweite Chance zu geben.

img_6486-kopie

Auf einem mein­er lan­gen Strandspaziergänge mit Sir Leopold habe ich die einzi­gar­tige Fotografin Daniela Bunu aus Lübeck ken­nen­gel­ernt. Diese hat ganz spon­tan diese wun­der­baren Auf­nah­men von Sir Leopold und mir gemacht. Vie­len lieben Dank an dieser Stelle nochmal an Frau Daniela Bunu. Ich freue mich bere­its heute schon auf ein Wieder­se­hen. Und das wird es defin­i­tiv geben.

img_5567-kopie

img_5621-kopie

heiligendamm-seebruecke

The Look
Jacke:
Mari­na Yacht­ing
Hose: Zara
Hut: Michel Mai­son
Stiefel: Aigle

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

2 Responses
  • Oliver
    19 . 10 . 2016

    Wow, ein schön­er Bericht !

    Bin ein großer Fan von Hep­pi­ness gewor­den seit ich diese Seite ent­deckt habe.…

    KOMMENTARE

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.